Personalmanagement - HR-Management - Arbeitsrecht

Entgelttransparenz und Vergütungssysteme

Wie kombiniere ich Arbeitsrecht und Comp. & Ben. in der Praxis?
  • Was sind die Anforderungen an Unternehmen aus der EU-Entgelttransparenzrichtlinie?
  • Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung in Österreich, den europäischen Ländern und in den Unternehmen?
  • Welche Lösungsmöglichkeiten und Best Practices gibt es bereits?

Ihr Nutzen

Zur Umsetzung der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie besteht für Unternehmen dringender Handlungsbedarf – auch wenn die nationale Umsetzung noch auf sich warten lässt.

Bei diesem Workshop beleuchten die beiden Expert:innen die Fragestellungen sowohl aus juristischer Perspektive als auch aus HR-Perspektive in Bezug auf die Anforderungen an

  • Strukturen,
  • Prozesse und
  • Systeme

in den Unternehmen und geben Ihnen wertvolle Empfehlungen für die praktische Vorbereitung und Umsetzung in Ihrem Unternehmen mit.

Termine

Entgelttransparenz und Vergütungssysteme

18. März 2026 | 10:00 - 16:00 Uhr | Wien
Dr.in Karolin Andréewitch-Wallner, Dr. Conrad Pramböck
€ 650,- exkl. MwSt., € 590,- exkl. MwSt. Forum Vorteilspreis
Inklusive Arbeitsunterlagen, Begrüßungskaffee, Pausenerfrischungen und ÖPWZ-Zertifikat
Rücktritt: Bis zu 2 Wochen vor dem Beginn können Sie kostenlos schriftlich stornieren. Danach werden 50 % der Seminargebühr verrechnet, ab dem (ersten) Seminartag ist die volle Seminargebühr zu bezahlen.
ÖPWZ, Rockhgasse 6, 1010 Wien, +43 1 533 86 36-0

Wichtig für

Der Workshop richtet sich daher bewusst an all jene, die Gehälter nicht nur abrechnen, sondern gestalten:
  • HR-Leiter:innen,
  • Personalverrechner:innen,
  • Recruiter:innen,
  • Comp. & Ben. Manager:innen,
  • Arbeitsrechts-Expert:innen
und alle, die in Vergütungssysteme eingebunden sind. Denn sie alle tragen künftig Verantwortung für ein System, das Transparenz nicht als Bedrohung, sondern als Chance versteht.

Begrenzte Teilnehmer:innenanzahl

maximal 16 Personen
Wir empfehlen Ihnen eine rasche Anmeldung.

Entgelttransparenz als strategische Gestaltungsaufgabe – was Organisationen jetzt tun sollten

Lange Zeit galt die Entgeltfrage als sensible interne Angelegenheit – vertraulich, diskret, mit einem unausgesprochenen „Nicht-Darüber-Reden“. Doch diese Haltung wird von der Realität zunehmend eingeholt: Transparenz, Gleichstellung und Fairness sind nicht mehr bloß gesellschaftliche Forderungen, sondern gesetzlich verankerte Vorgaben. Spätestens mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird klar: Vergütung ist nicht länger nur eine Zahl, sondern ein Signal. An Bewerber:innen. An Mitarbeiter:innen. An den Markt. Und an die Zukunftsfähigkeit einer Organisation.

Dieser Workshop greift dieses hochaktuelle Thema auf, der das Arbeitsrecht nicht isoliert behandelt, sondern in den Kontext der HR-Praxis und der strategischen Vergütungssysteme stellt. Es geht nicht nur darum, was die Richtlinie verlangt – sondern darum, wie man diese Anforderungen intelligent, pragmatisch und zukunftsorientiert umsetzt. Für HR-Manager:innen, Comp. & Ben.-Verantwortliche und alle, die mit Gehaltsfragen zu tun haben, wird damit eine Brücke geschlagen: zwischen Gesetz und gelebter Praxis, zwischen Compliance und Unternehmenskultur.


Was die Richtlinie verlangt – und warum das nur der Anfang ist

Die Entgelttransparenz-RL ist keine kleine arbeitsrechtliche Neuerung. Sie schafft neue Rahmenbedingungen für die Festsetzung, Offenlegung und Nachvollziehbarkeit von Gehältern – mit klaren Regeln zu „Equal Pay“, einer neuen Transparenzpflicht im Recruiting, und einem gestärkten Auskunftsrecht für Mitarbeiter:innen. Unternehmen müssen künftig nachweisen können, dass sie vergleichbare Arbeit auch vergleichbar entlohnen. Was auf dem Papier nach juristischer Pflicht klingt, hat in der Praxis tiefgreifende Auswirkungen – auf Rollenprofile, Karrieresysteme, Gehaltsbänder, und letztlich auf das Vertrauen innerhalb der Organisation.


Vergütungssysteme im Wandel: Von der stillen Struktur zur aktiven Botschaft

Die Herausforderung liegt nicht nur im juristischen Detail, sondern in der konkreten Umsetzung: Wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass bestehende Vergütungssysteme transparent, nachvollziehbar und fair sind – ohne den Handlungsspielraum zu verlieren? Wie kann man sachliche Differenzierungen rechtfertigen? Und wo lauern blinde Flecken im aktuellen Gehaltssystem, die im Licht der Richtlinie plötzlich kritisch werden?

Hier setzt der Workshop an: Er verbindet arbeitsrechtliche Expertise mit der strategischen Sicht auf Compensation & Benefits. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur eine juristisch fundierte Orientierung über die Anforderungen, sondern auch konkrete Impulse für die HR-Praxis – etwa, wie Gehaltsbänder sinnvoll gestaltet, dokumentiert und kommuniziert werden können. Der Fokus liegt dabei stets auf der Frage: Was bringt das Unternehmen in eine sichere, zugleich aber auch handlungsfähige Position?


Praxisbezug statt Paragrafenreiterei: Was HR wirklich wissen muss

Die Stärke dieses Workshops liegt in der Verbindung zweier Perspektiven: Die juristische Analyse trifft auf das HR-Know-how eines internationalen Compensation-Experten. Das schafft Raum für Fragen, die in rein arbeitsrechtlichen Seminaren oft zu kurz kommen: Wie wirkt sich die Richtlinie auf Recruiting-Prozesse aus? Welche Daten sollten HR-Abteilungen künftig erheben? Wie gestalte ich Jobprofile, die einer Gleichheitsprüfung standhalten – ohne an Differenzierungskraft zu verlieren? Welche Rolle spielt der Betriebsrat? Und: Wie wird aus der gesetzlichen Pflicht ein HR-Projekt mit Mehrwert?

Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Organisationen den Wandel bereits aktiv gestalten. Dabei geht es nicht nur um internationale Konzerne – auch mittelständische Unternehmen in Österreich werden mitgedacht. Der Workshop öffnet den Blick für Handlungsfelder, die über die unmittelbaren rechtlichen Anforderungen hinausgehen – etwa, wenn es um die Verankerung von Fairness in der Unternehmenskultur geht.

Ein Thema, das alle betrifft – und das viele noch unterschätzen

Vergütung ist mehr als ein Tabellenwerk – sie ist Ausdruck von Wertschätzung, Kultur und strategischer Ausrichtung. Wer sie künftig nicht nur gesetzeskonform, sondern auch glaubwürdig und transparent gestalten möchte, muss frühzeitig die richtigen Weichen stellen. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Diversity-Fokus und wachsender öffentlicher Sensibilität wird Entgelttransparenz zum Wettbewerbsfaktor. Und zum Risiko, wenn man sie ignoriert.

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