Lean Production: Mit Wertstromdesign zum effizienten Produktionsfluss
16.
September bis 17. September 2026
Mehr anzeigen
Tipp
Produktion - Lager - Instandhaltung

Lean Production: Mit Wertstromdesign zum effizienten Produktionsfluss

  • 16. September 2026 | 10:30 - 17:00 Uhr, 17. September 2026 | 09:00 - 15:00 Uhr | Wien
    Dipl.-Ing. Thomas Edtmayr
Das Planspiel „Ein Bagger macht's möglich“
Künstliche Intelligenz in der Produktion
07.
Oktober 2026
Mehr anzeigen
Tipp
Produktion - Lager - Instandhaltung

Künstliche Intelligenz in der Produktion

  • 07. Oktober 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Dipl.-Ing. Philipp Besinger, Sarah Eschenbacher, MSc
Von den Grundlagen zur Anwendung im Produktionsumfeld
18.
September 2026
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Info-Session
Künstliche Intelligenz in der Produktion

  • 18. September 2026 | 08:30 - 09:00 Uhr | online
    Dipl.-Ing. Philipp Besinger
24.
September 2026
Mehr anzeigen
Einkauf - Supply Management - Vertragsrecht - Logistik

Scope 1 - 3 Bilanzierung

  • 24. September 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Paul Rudorf, MSc
Fokus: Vor- und nachgelagerte Emissionen in der Supply Chain erfassen
03.
November bis 04. November 2026
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Effizientes Lagermanagement

  • 03. November - 04. November 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Dipl. Verkehrsbetriebswirtin (FH) Britta Scherer
Planungsmethoden, Kennzahlen, Prozesse & Techniken der smarten Lagerlogistik
16.
November bis 17. November 2026
Mehr anzeigen
Neu im Programm
Einkauf - Supply Management - Vertragsrecht - Logistik

Smarte Disposition mit SAP

  • 16. November - 17. November 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Dipl.-Ing. Marcus Pottendorfer
Intelligente, automatisierte Disposition & Produktionsplanung mit SAP: Saubere Dispoparameter. Stabile Prozesse. KI-basierter Produktionsleitstand.
19.
November 2026
Mehr anzeigen
Neu im Programm
Einkauf - Supply Management - Vertragsrecht - Logistik

Fehlteile: Ursachen & Maßnahmen

  • 19. November 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | online
    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jürgen Simon
Warum nicht immer der Einkauf schuld ist!
01.
Dezember bis 02. Dezember 2026
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Produktionsplanung und -steuerung komplexer Produktionssysteme

  • 01. Dezember - 02. Dezember 2026 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Dipl.-Ing. Lukas Lingitz
Erleben Sie mit dem Fraunhofer PPS-Planspiel, was gute Planung bewirken kann!
01.
Dezember 2026
Mehr anzeigen
Künstliche Intelligenz – KI – Artificial Intelligence

Next Level Prompting

  • 01. Dezember 2026 | 09:00 - 13:00 Uhr | online
    Mag. Lothar Lackner
Effizienzsteigerung durch präzise Kommunikation mit generativer KI
21.
Jänner 2027
Mehr anzeigen
Neu im Programm
Produktion - Lager - Instandhaltung

Wertstrom kompakt

  • 21. Jänner 2027 | 09:00 - 13:00 Uhr | online
    Dipl.-Ing. Thomas Edtmayr
Die Methode Wertstrom kennenlernen: Von der Basis bis zur digitalen Anwendung
Start:
08.
Februar 2027
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Lehrgang Betriebs- und Produktionsleitung

  • Start: 08. Februar - 10. Februar 2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
Abschluss mit Diplom „Geprüfte Betriebs- und Produktionsleiterin / Geprüfter Betriebs- und Produktionsleiter ÖPWZ & Fraunhofer Austria Research GmbH - Center für Nachhaltige Produktion und Logistik"
Start:
10.
Mai 2027
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Lehrgang Lagerleitung

  • Start: 10. Mai - 08. Juni 2027 | Wien
In 2 x 2 Tagen das wesentliche Fach- und Führungswissen für wirtschaftliches Lagermanagement
10.
Mai bis 11. Mai 2027
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Wirtschaftlichkeit und Produktivität im modernen Lagermanagement

  • 10. Mai - 11. Mai 2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Ing. Peter Lumetzberger, MBA
02.
Juni 2027
Mehr anzeigen
Einkauf - Supply Management - Vertragsrecht - Logistik

Bestandsoptimierung und Versorgungssicherheit – kein Widerspruch

  • 02. Juni 2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | online
    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jürgen Simon
Bestände analysieren, Schwachstellen erkennen und beheben
07.
Juni bis 08. Juni 2027
Mehr anzeigen
Produktion - Lager - Instandhaltung

Lagerleitung

  • 07. Juni - 08. Juni 2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Wien
    Wolfgang Halapier, Ing. Peter Lumetzberger, MBA
Mitarbeiter:innen-Führung | Sicherheit im Lager | Analysetools | Logistikplanspiel "Beer Game"

Sie tragen Verantwortung für die Betriebsleitung, Produktion, Logistik oder Lagerorganisation und sind täglich mit strategischen, organisatorischen und operativen Fragestellungen konfrontiert. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Qualität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Führungskompetenz.

Das ÖPWZ bündelt seit mehr als 75 Jahren österreichische Weiterbildungsangebote für Unternehmen. Im Themenbereich Produktion, Lager und Instandhaltung finden Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte und Mitarbeiter:innen Seminare und Lehrgänge zu Betriebs- und Produktionsmanagement, Produktionsplanung, Lagermanagement, Lagerleitung, Disposition, Supply Chain Management sowie Künstlicher Intelligenz in Produktion und Instandhaltung. Viele unserer Seminare finden in Zusammenarbeit mit Fraunhofer Austria statt.
 

Produktion - Lager - Instandhaltung - Das sollten Sie wissen!

Seminarauswahl, Zielgruppe & Voraussetzung

Eine Ausbildung im Betriebs- und Produktionsmanagement eignet sich für Personen, die Verantwortung in Produktionsbetrieben übernehmen oder ihre bestehende Führungsrolle professionell weiterentwickeln möchten. Dazu zählen Betriebsleiter:innen, Produktionsleiter:innen, Teamleiter:innen, Meister:innen, Schichtleiter:innen, technische Führungskräfte sowie Nachwuchsführungskräfte in produzierenden Unternehmen.

Besonders sinnvoll ist eine Weiterbildung, wenn Sie Produktionsprozesse besser verstehen, Abläufe optimieren, Kennzahlen gezielt einsetzen, Mitarbeiter:innen wirksam führen und aktuelle Themen wie Lean Management, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder CO₂-Bilanzierung in Ihre Arbeit integrieren möchten.

Das ÖPWZ bietet im Bereich Produktionsmanagement mehrere praxisorientierte Seminare und Lehrgänge an. Dazu zählen unter anderem der Lehrgang Betriebs- und Produktionsleitung, Seminare zur Produktionsplanung und -steuerung komplexer Produktionssysteme sowie Angebote zu Wertstrom und Wertstromdesign und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion. Je nach Funktion und Erfahrungsstand können Teilnehmende Grundlagenwissen aufbauen, bestehende Fachkenntnisse vertiefen oder sich gezielt auf Führungsaufgaben in Betriebs- und Produktionsleitung vorbereiten.

Das passende Seminar hängt von Ihrer aktuellen Rolle, Ihrem Erfahrungsstand und Ihren Zielen ab. Wer eine umfassende Ausbildung für eine Führungsrolle in der Produktion sucht, ist mit dem Lehrgang Betriebs- und Produktionsleitung gut beraten. Wer gezielt Planungsprozesse verbessern möchte, profitiert von einem Seminar zur Produktionsplanung und -steuerung. Für Personen, die einzelne Methoden vertiefen möchten, eignen sich Seminare zu Lean Management, Wertstromdesign oder zur CO₂-Bilanzierung.

Als Orientierung gilt: Wählen Sie einen Lehrgang, wenn Sie ein breites Kompetenzprofil aufbauen möchten. Wählen Sie ein Fachseminar, wenn Sie ein konkretes Thema vertiefen oder eine aktuelle Herausforderung im Unternehmen lösen wollen.

Die konkreten Voraussetzungen hängen vom jeweiligen Seminar oder Lehrgang ab. In der Regel profitieren Personen besonders, die bereits Erfahrung in Produktion, Technik, Logistik, Arbeitsvorbereitung, Instandhaltung, Qualitätsmanagement oder Führung mitbringen. Viele Angebote sind jedoch auch für Nachwuchsführungskräfte und Quereinsteiger:innen geeignet, wenn sie sich systematisch in Betriebs- und Produktionsmanagement einarbeiten möchten.

Wichtig sind vor allem Interesse an Produktionsprozessen, betriebswirtschaftliches Grundverständnis, Bereitschaft zur Weiterentwicklung und die Motivation, das Gelernte im eigenen Unternehmen praktisch umzusetzen.

Ja. Viele Themen aus Produktion, Lager, Logistik, Instandhaltung und Führung eignen sich auch als Inhouse-Schulung. Der Vorteil einer Inhouse-Schulung liegt darin, dass Inhalte, Beispiele und Übungen gezielt auf die Situation, Prozesse und Herausforderungen des Unternehmens abgestimmt werden können.

Inhouse-Trainings sind besonders sinnvoll, wenn mehrere Mitarbeiter:innen eines Unternehmens geschult werden sollen, wenn ein gemeinsames Verständnis für neue Methoden entstehen soll oder wenn konkrete Verbesserungsprojekte im Unternehmen begleitet werden sollen.

Betriebs- und Produktionsmanagement sowie Produktionsplanung

Betriebs- und Produktionsmanagement sorgen dafür, dass Produkte effizient, termingerecht, wirtschaftlich und in der geforderten Qualität hergestellt werden. Dazu gehören die Planung und Steuerung von Produktionsprozessen, die Optimierung von Abläufen in ihrem Verantwortungsbereich, die Sicherstellung von Ressourcen und die Führung und Weiterentwicklung von Mitarbeiter:innen.

Moderne Produktionsunternehmen stehen zusätzlich vor Anforderungen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, CO₂-Reduktion, Fachkräftesicherung, Lieferkettenstabilität und zunehmender Variantenvielfalt. Betriebs- und Produktionsmanagement verbinden daher technische, organisatorische, wirtschaftliche und soziale Kompetenzen.

Für eine Tätigkeit in der Betriebs- und Produktionsleitung wird Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Führungskompetenz und betriebswirtschaftliches Verständnis benötigt. Wichtig sind Kenntnisse in Produktionsplanung, Fertigungssteuerung, Lean Management, Qualitätsmanagement, Anlagenmanagement, Kennzahlensteuerung und Prozessoptimierung.

Ebenso wichtig sind Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsstärke, arbeitsrechtliches Wissen und die Fähigkeit, Teams zu führen, Konflikte zu lösen und Veränderungen im Unternehmen umzusetzen. Produktionsleitung ist damit eine Schnittstellenfunktion zwischen Geschäftsführung, Technik, Logistik, Einkauf, Qualitätssicherung und Mitarbeiter:innen in der Produktion.

Führungskräfte in der Produktion treffen täglich Entscheidungen, die Mitarbeiter:innen, Arbeitszeiten, Sicherheit, Leistung, Zusammenarbeit und Organisation betreffen. Arbeitsrechtliches Grundwissen hilft dabei, rechtssicher zu handeln und typische Führungssituationen korrekt zu beurteilen.

Leadership Skills sind wichtig, weil Produktivität nicht nur von Maschinen, Prozessen und Kennzahlen abhängt, sondern auch von Motivation, Kommunikation, Vertrauen und Zusammenarbeit. Wer Mitarbeiter:innen klar führt, Feedback gibt, Konflikte konstruktiv löst und Veränderungen gut begleitet, schafft damit eine wichtige Grundlage für stabile und leistungsfähige Produktionsstrukturen.

Produktionsplanung, Fertigungssteuerung und Auftragsabwicklung sind eng miteinander verbunden. Die Produktionsplanung legt fest, welche Produkte wann, in welcher Menge und mit welchen Ressourcen hergestellt werden sollen. Die Fertigungssteuerung sorgt dafür, dass diese Planung im laufenden Betrieb umgesetzt wird. Die Auftragsabwicklung verbindet Aufträge von Kunden, Materialverfügbarkeit, Kapazitätsplanung, Produktion, Lieferung und Rückmeldung.

Wenn diese Bereiche gut abgestimmt sind, steigen Termintreue, Transparenz und Auslastung. Gleichzeitig sinken Bestände, Durchlaufzeiten, Eilaufträge und unnötige Kosten.

Die Produktionsplanung umfasst mehrere Stufen. Zunächst wird der Bedarf ermittelt, also welche Produkte oder Baugruppen benötigt werden. Danach folgt die Mengenplanung, bei der festgelegt wird, wie viel produziert werden soll. In der Termin- und Kapazitätsplanung wird geprüft, wann produziert werden kann und ob Maschinen, Personal und Material verfügbar sind.

Anschließend erfolgt die Reihenfolgeplanung oder Feinplanung. Dabei wird entschieden, in welcher Reihenfolge Aufträge abgearbeitet werden. Die letzte Stufe ist die Fertigungssteuerung mit Freigabe, Überwachung und Rückmeldung der Produktionsaufträge.

Zu den wichtigsten Methoden gehören Lean Management, Wertstromanalyse, Wertstromdesign, 5S, Kaizen, Shopfloor Management, Standardisierung, Rüstzeitoptimierung, Engpassmanagement, Kennzahlensteuerung und kontinuierliche Verbesserung.

Diese Methoden helfen, Verschwendung zu reduzieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen, Qualität zu stabilisieren, Bestände zu senken und Prozesse transparenter zu gestalten. Entscheidend ist, dass Methoden nicht isoliert eingesetzt werden, sondern in ein klares Produktionssystem eingebettet sind.

Lean Management ist ein Führungs- und Organisationsansatz, bei dem Prozesse so gestaltet werden, dass sie möglichst viel Wert für den Kunden schaffen. Gleichzeitig sollen unnötige Arbeitsschritte, Wartezeiten, Fehler oder doppelte Tätigkeiten vermieden werden. Das Ziel ist also nicht nur, schneller oder günstiger zu arbeiten, sondern sinnvoller und kundenorientierter.

Ein zentraler Gedanke von Lean Management ist die Unterscheidung zwischen Tätigkeiten, die echten Nutzen bringen, und Tätigkeiten, die keinen Mehrwert schaffen. Solche nicht wertschöpfenden Tätigkeiten gelten als Verschwendung. Beispiele dafür sind lange Abstimmungswege, unnötige Transporte, unklare Zuständigkeiten, Überproduktion oder Nacharbeit wegen Fehlern.

Wichtig ist außerdem die kontinuierliche Verbesserung. Lean Management setzt nicht nur auf einmalige große Veränderungen, sondern auf viele kleine Verbesserungen im Arbeitsalltag. Mitarbeitende werden dabei aktiv einbezogen, weil sie die Prozesse oft am besten kennen und gute Ideen zur Verbesserung einbringen können.

Zusammengefasst bedeutet Lean Management, Abläufe klarer, effizienter und kundenorientierter zu machen. Organisationen sollen dadurch ihre Qualität verbessern, Ressourcen schonen und schneller auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden reagieren können.

Ein Wertstrom beschreibt den gesamten Ablauf, durch den ein Produkt oder eine Dienstleistung für den Kunden entsteht. Dabei werden nicht nur einzelne Arbeitsschritte betrachtet, sondern auch Materialflüsse, Informationsflüsse, Wartezeiten, Bestände, Schnittstellen und mögliche Engpässe. Ziel ist es zu erkennen, an welchen Stellen tatsächlich Wert geschaffen wird und wo Verschwendung entsteht.

Wertstromdesign bedeutet, diesen Ablauf gezielt zu analysieren und zu verbessern. Dazu wird zunächst der aktuelle Prozess als Ist-Zustand dargestellt. Anschließend wird ein verbesserter Soll-Zustand entwickelt, bei dem zum Beispiel Durchlaufzeiten verkürzt, Wartezeiten reduziert und unnötige Schritte vermieden werden. Dadurch soll der gesamte Prozess schlanker, schneller und stärker am Kundennutzen ausgerichtet werden.

Im Lean Management ist Wertstromdesign deshalb ein wichtiges Werkzeug, weil es nicht nur einzelne Abteilungen oder Arbeitsschritte optimiert. Stattdessen wird der gesamte Prozessfluss betrachtet, damit die Wertschöpfung insgesamt effizienter und kundenorientierter wird.

Qualitätsmanagement hilft, Fehler systematisch zu erkennen, Ursachen zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen dauerhaft umzusetzen. Es schafft Standards, Prüfprozesse, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen, mit denen Qualität planbar und messbar wird. Für die kontinuierliche Verbesserung ist Qualitätsmanagement besonders wichtig, weil es nicht nur auf Endkontrolle setzt, sondern Qualität im Prozess verankert. Dadurch werden Fehler früher erkannt, Ausschuss reduziert, Zufriedenheit der Kunden erhöht und Lernprozesse im Unternehmen gefördert.

Anlagenmanagement umfasst die Planung, Nutzung, Überwachung, Wartung und Optimierung von Maschinen, Anlagen und technischen Einrichtungen. Ziel ist es, Anlagenverfügbarkeit, Produktivität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Wichtige Kennzahlen sind unter anderem Anlagenverfügbarkeit, technische Verfügbarkeit, Stillstandszeiten, Störungsraten, Wartungskosten, Auslastung, Durchsatz, Ausschussquote und Overall Equipment Effectiveness, kurz OEE. Diese Kennzahlen zeigen, wie zuverlässig und effizient Anlagen tatsächlich arbeiten.

CO₂-Bilanzierung wird für produzierende Unternehmen immer wichtiger, weil Energieverbrauch, Materialeinsatz, Lieferketten und Produktionsprozesse wesentliche Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck haben. Gleichzeitig steigen gesetzliche Anforderungen, Erwartungen von Kunden und der Druck zur nachhaltigen Unternehmensführung.

Ziel der CO₂-Bilanzierung ist es, Emissionen transparent zu machen, Einsparpotenziale zu erkennen, Maßnahmen abzuleiten und Fortschritte messbar zu machen. Für Produktionsunternehmen kann dies auch wirtschaftliche Vorteile bringen, etwa durch geringeren Energieverbrauch, effizientere Prozesse und bessere Wettbewerbsfähigkeit.

Lagermanagement, effiziente Lagerprozesse und Lagerleitung

Lagermanagement umfasst die Planung, Organisation, Steuerung und Kontrolle aller Lagerprozesse. Dazu zählen Wareneingang, Einlagerung, Bestandsführung, Kommissionierung, Verpackung, Versand, Inventur und laufende Prozessoptimierung.

Ziel des Lagermanagements ist es, Waren in der richtigen Menge, Qualität und Zeit verfügbar zu machen und gleichzeitig Lagerkosten, Suchzeiten, Fehler und unnötige Bestände zu reduzieren. 

Das Lager ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt des gesamten Logistikmanagements, das wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen kann. Der ÖPWZ Lehrgang Lagerleitung bereitet Fachkräfte und Nachwuchsfachkräfte aus Material- und Lagerwirtschaft sowie Logistik auf ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der Lagerleitung vor bzw. liefert relevante Inhalte für Lagerleiter:innen, die ihr Fachwissen und ihre Führungskompetenzen erweitern möchten. Auch Meister:innen, Einkäufer:innen und Mitarbeiter:innen aus Produktion und Arbeitsvorbereitung profitieren von dieser Ausbildung, wenn sie wesentliches Fach- und Führungswissen für modernes und effizientes Lagermanagement erwerben wollen.

Ein Lager hat die Aufgabe, Waren, Materialien oder Produkte anzunehmen, sachgerecht aufzubewahren und bei Bedarf wieder bereitzustellen oder zu versenden. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Logistik, weil es dafür sorgt, dass die richtigen Güter zur richtigen Zeit, in der passenden Menge und in einwandfreiem Zustand verfügbar sind.

Zu den wesentlichen Tätigkeiten im Lager gehört zunächst der Wareneingang. Dabei werden Lieferungen angenommen, entladen und kontrolliert. Die Mitarbeitenden prüfen, ob Menge, Qualität und Zustand der Ware mit der Bestellung oder dem Lieferschein übereinstimmen. Schäden, Fehlmengen oder falsche Lieferungen müssen dokumentiert und gemeldet werden.

Nach der Annahme folgt die Einlagerung. Die Ware wird an den vorgesehenen Lagerplatz gebracht und dort sachgerecht gelagert. Dabei müssen Lagerbedingungen wie Temperatur, Trockenheit, Sicherheit und Ordnung beachtet werden. Eine klare Kennzeichnung und richtige Lagerplatzzuordnung helfen dabei, die Ware später schnell wiederzufinden.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Bestandsführung. Das Lager ist dafür verantwortlich, dass die tatsächlichen Bestände mit den im System erfassten Mengen übereinstimmen. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen, Buchungen von Warenbewegungen und Inventuren. Ziel ist es, Fehlbestände, Überbestände und Suchzeiten zu vermeiden.

Bei der Kommissionierung werden Waren für Kundenaufträge, interne Abteilungen oder die Produktion zusammengestellt. Die Mitarbeitenden entnehmen die benötigten Artikel aus dem Lager, prüfen Menge und Artikelnummer und bereiten die Waren für die weitere Bearbeitung vor. Anschließend werden die Produkte verpackt, etikettiert und für den Versand oder den innerbetrieblichen Transport bereitgestellt.

Zu den zentralen Verantwortungen im Lager zählen Genauigkeit, Ordnung, Sicherheit und Termintreue. Die Mitarbeitenden müssen dafür sorgen, dass Waren korrekt erfasst, sorgfältig behandelt und pünktlich weitergegeben werden. Außerdem müssen Sicherheitsvorschriften eingehalten, Schäden gemeldet und alle wichtigen Vorgänge nachvollziehbar dokumentiert werden. Insgesamt trägt das Lager wesentlich dazu bei, dass betriebliche Abläufe reibungslos, wirtschaftlich und zuverlässig funktionieren.

Die fünf Haupttätigkeiten in der Lagerhaltung sind Wareneingang, Einlagerung, Lagerung, Kommissionierung und Warenausgang. Je nach Unternehmen kommen weitere Tätigkeiten wie Verpackung, Qualitätsprüfung, Retourenabwicklung, Nachschubsteuerung und Inventur hinzu. Diese Tätigkeiten müssen gut aufeinander abgestimmt sein, damit Warenflüsse stabil, transparent und wirtschaftlich bleiben.

Typische Lagerbereiche sind Wareneingang, Prüfzone, Reservelager, Kommissionierlager, Verpackungsbereich, Versandbereich, Retourenbereich und Sperrlager. In Produktionsunternehmen gibt es zusätzlich oft Rohmateriallager, Halbfertigwarenlager, Fertigwarenlager, Ersatzteillager und Werkzeuglager.

Bei den Lagerarten unterscheidet man unter anderem Blocklager, Regallager, Hochregallager, Kleinteilelager, automatisierte Lager, Gefahrstofflager, Kühllager, Zolllager und Konsignationslager. Die passende Lagerart hängt von Artikelstruktur, Umschlagshäufigkeit, Platzbedarf, Sicherheitsanforderungen und Prozesszielen ab.

Eine moderne Lagerleitung braucht Fachwissen in Lagerorganisation, Logistik, Materialfluss, Bestandsmanagement, Kennzahlen, Arbeitssicherheit und rechtlicher Verantwortung. Zusätzlich sind betriebswirtschaftliches Denken, Prozessverständnis und technisches Grundwissen wichtig.

Ebenso entscheidend sind Führungskompetenz, Kommunikationsstärke, Veränderungsbereitschaft und die Fähigkeit, Mitarbeiter:innen zu motivieren. Dieses Know-how wird im ÖPWZ Lehrgang Lagerleitung vermittelt. Moderne Lagerleitung ist eine Schnittstellenfunktion zwischen Produktion, Einkauf, Vertrieb, Versand, IT und Management. 

Vier zentrale Grundsätze der Lagerhaltung sind Übersichtlichkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit. 

Übersichtlichkeit bedeutet, dass Lagerplätze, Bestände und Prozesse transparent sind. 

Sicherheit betrifft Mitarbeiter:innen, Waren, Geräte, Fahrzeuge und rechtliche Vorgaben. 

Wirtschaftlichkeit bedeutet, Lagerkosten und Bestände im Blick zu behalten. 

Verfügbarkeit stellt sicher, dass benötigte Waren rechtzeitig bereitstehen.

Diese Grundsätze helfen, Lagerprozesse stabil, effizient und kundengerecht zu gestalten.

Die 5S-Regel ist eine Methode zur Arbeitsplatz- und Prozessorganisation. Sie besteht aus Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin. Ziel ist es, Ordnung, Sauberkeit, Transparenz und Sicherheit im Lager zu erhöhen.

Im Lager hilft 5S dabei, Suchzeiten zu reduzieren, Fehler zu vermeiden, Arbeitsplätze sicherer zu machen und Standards für effiziente Abläufe zu schaffen.

Die 7S-Regeln erweitern den Gedanken von Ordnung und Struktur im Lager. Je nach Unternehmen können die Begriffe unterschiedlich benannt werden. Häufig stehen sie für Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren, Selbstdisziplin, Sicherheit und ständige Verbesserung.

Der Nutzen liegt darin, Lagerbereiche nicht nur sauber und übersichtlich zu halten, sondern auch Arbeitssicherheit, Verantwortlichkeiten und kontinuierliche Verbesserung fest im Alltag zu verankern.

Wichtige Kennzahlen im Lagermanagement sind Lagerbestand, Lagerumschlag, Lagerreichweite, Lieferbereitschaft, Kommissionierleistung, Kommissionierfehlerquote, Durchlaufzeit, Flächennutzung, Lagerkosten, Inventurdifferenzen und Termintreue.

Kennzahlen helfen, Schwachstellen sichtbar zu machen und Verbesserungsmaßnahmen zu priorisieren. Entscheidend ist, nicht möglichst viele Kennzahlen zu erfassen, sondern die richtigen Kennzahlen regelmäßig zu nutzen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.

ABC- und XYZ-Analysen helfen, Artikel strukturiert zu bewerten und Lagerstrategien gezielt abzuleiten. Die ABC-Analyse klassifiziert Artikel nach ihrem Wertanteil oder ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. A-Artikel sind besonders wichtig und sollten eng gesteuert werden. C-Artikel haben meist geringeren Wert, können aber hohe Prozesskosten verursachen.

Die XYZ-Analyse bewertet die Verbrauchs- oder Bedarfsschwankungen. X-Artikel haben einen gleichmäßigen Verbrauch, Z-Artikel schwanken stark. 

In Kombination helfen beide Analysen, Bestände, Disposition, Lagerplätze und Steuerungsaufwand besser zu gestalten.

Moderne Lagertechnik, Flurfördertechnik und Robotik können Lagerprozesse schneller, sicherer und transparenter machen. Automatisierte Lagersysteme, fahrerlose Transportsysteme, Pick-by-Light, Pick-by-Voice, Scannerlösungen und Lagerverwaltungssoftware reduzieren Suchzeiten, Fehler und manuelle Belastungen.

Wichtig ist jedoch, Technik nicht als Selbstzweck einzusetzen. Jede Investition sollte wirtschaftlich geprüft werden und zu Artikelstruktur, Prozessvolumen, Flexibilitätsanforderungen und Kompetenzen der Mitarbeitenden passen.

Führungskräfte im Lager können Motivation und Produktivität steigern, indem sie klare Ziele setzen, Aufgaben transparent machen, Mitarbeitende einbeziehen und regelmäßiges Feedback geben. Wichtig sind verständliche Standards, faire Arbeitsverteilung, gute Kommunikation und Anerkennung für gute Leistung.

Produktivität entsteht nicht nur durch schnellere Abläufe, sondern auch durch stabile Prozesse, gute Schulung, ergonomische Arbeitsplätze und ein Team, das Verbesserungsvorschläge einbringen kann.

Logistik und Supply Chain Management

Welche Bereiche der Logistik gibt es?

Die Logistik umfasst alle Aufgaben, die mit der Planung, Steuerung und Durchführung von Waren-, Material- und Informationsflüssen zu tun haben. Ziel ist es, dass die richtigen Güter zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und Qualität am richtigen Ort verfügbar sind.

Ein wichtiger Bereich ist die Beschaffungslogistik. Sie sorgt dafür, dass Rohstoffe, Materialien, Waren oder Bauteile rechtzeitig von Lieferanten zum Unternehmen gelangen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Produktion oder der Weiterverkauf ohne Verzögerungen stattfinden kann.

Die Produktionslogistik beschäftigt sich mit allen Material- und Warenbewegungen innerhalb eines Unternehmens. Sie stellt sicher, dass Maschinen, Arbeitsplätze und Mitarbeitende rechtzeitig mit den benötigten Materialien versorgt werden, damit die Produktion reibungslos abläuft.

Ein weiterer zentraler Bereich ist die Lagerlogistik. Sie umfasst die Annahme, Einlagerung, Verwaltung, Kommissionierung und Ausgabe von Waren. Dabei geht es darum, Lagerbestände übersichtlich zu organisieren und Waren schnell auffindbar sowie verfügbar zu machen.

Die Distributionslogistik kümmert sich darum, dass fertige Produkte vom Unternehmen zu Kunden, Filialen oder Handelspartnern gelangen. Sie spielt besonders beim Versand, bei Lieferterminen und bei der Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle.

Zur Transportlogistik gehören die Planung und Durchführung von Transporten. Dabei kann der Transport mit verschiedenen Verkehrsmitteln erfolgen, zum Beispiel mit LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug. Ziel ist ein möglichst schneller, sicherer und wirtschaftlicher Transport.

Die Entsorgungs- und Rückführungslogistik befasst sich mit Retouren, Recycling, Abfällen und der Wiederverwertung von Produkten oder Verpackungen. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Wirtschaften immer wichtiger werden.

Auch die Informationslogistik ist ein wichtiger Bestandteil der Logistik. Sie sorgt dafür, dass relevante Informationen wie Lagerbestände, Lieferzeiten, Sendungsdaten oder Bestellungen rechtzeitig verfügbar sind. Ohne gute Informationsflüsse können logistische Prozesse nicht zuverlässig gesteuert werden.

Zusätzlich gibt es spezielle Bereiche wie die Ersatzteillogistik und die Kontraktlogistik. Die Ersatzteillogistik stellt sicher, dass Ersatzteile schnell verfügbar sind, zum Beispiel für Maschinen oder Fahrzeuge. Bei der Kontraktlogistik übernehmen externe Dienstleister langfristig bestimmte logistische Aufgaben wie Lagerung, Versand oder Retourenmanagement.

Die vier klassischen Säulen der Logistik sind Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik und Entsorgungslogistik. Beschaffungslogistik befasst sich mit der Versorgung des Unternehmens mit Materialien und Waren. Produktionslogistik steuert Materialflüsse innerhalb der Fertigung. Distributionslogistik bringt Produkte zum Kunden. Entsorgungslogistik organisiert Rückführung, Recycling oder Entsorgung.

Zusammen bilden diese vier Säulen die Grundlage für funktionierende Liefer- und Wertschöpfungsketten.

Die 7 R's der Logistik beschreiben zentrale Ziele logistischer Prozesse. Sie lauten: das richtige Produkt, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für die richtigen Kunden und zu den richtigen Kosten.

Diese Grundsätze machen deutlich, dass Logistik nicht nur Transport bedeutet, sondern eine zentrale Managementaufgabe für Versorgungssicherheit, Zufriedenheit der Kunden und Wirtschaftlichkeit ist.

Supply Chain Management, kurz SCM, bezeichnet die Planung, Steuerung und Optimierung aller Abläufe entlang einer Lieferkette. Es umfasst den Weg eines Produkts vom Rohstofflieferanten über die Produktion, Lagerung und den Transport bis hin zum Endkunden.

Dabei geht es nicht nur um den physischen Warenfluss, sondern auch um den Informations- und Geldfluss zwischen allen beteiligten Unternehmen. Ein gutes Supply Chain Management sorgt dafür, dass Materialien, Produkte und Informationen möglichst effizient, zuverlässig und kostengünstig weitergegeben werden.

Ein zentrales Ziel des Supply Chain Managements ist es, das richtige Produkt zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, am richtigen Ort und in der gewünschten Qualität bereitzustellen. Gleichzeitig sollen Lagerbestände, Lieferzeiten und Kosten möglichst gering gehalten werden.

Zum Supply Chain Management gehören unter anderem die Beschaffung von Materialien, die Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Produktionsplanung, das Bestandsmanagement, die Lagerhaltung, der Transport sowie die Abstimmung mit Kunden und Handelspartnern.

Ein Beispiel ist ein Möbelhersteller: Er muss Holz und andere Materialien rechtzeitig einkaufen, die Produktion planen, fertige Möbel lagern und sie anschließend an Händler oder Kunden liefern. Wenn ein Teil dieser Kette nicht funktioniert, etwa weil ein Lieferant zu spät liefert, kann sich dies auf die gesamte Produktion und Auslieferung auswirken.

Insgesamt hilft Supply Chain Management Unternehmen dabei, ihre Lieferketten effizienter, flexibler und widerstandsfähiger zu gestalten. Dadurch können sie besser auf Nachfrageänderungen, Lieferengpässe oder Marktveränderungen reagieren.

Die 7 C's des Supply-Chain-Managements werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben. Häufig stehen sie für Customer Focus, Collaboration, Coordination, Communication, Cost Efficiency, Continuity und Continuous Improvement.

Gemeint ist: Eine gute Supply Chain orientiert sich am Bedarf der Kunden, arbeitet bereichsübergreifend zusammen, koordiniert Prozesse, kommuniziert transparent, achtet auf Kosten, sichert Kontinuität und verbessert sich laufend.

Der Bullwhip-Effekt beschreibt das Phänomen, dass kleine Nachfrageschwankungen bei Kunden entlang der Lieferkette immer größere Schwankungen auslösen können. Ursachen sind zum Beispiel ungenaue Prognosen, Sicherheitsbestände, große Bestelllose, fehlende Transparenz oder verzögerte Informationen.

Der Effekt ist relevant, weil er zu Überbeständen, Engpässen, Eiltransporten, höheren Kosten und instabilen Produktionsplänen führen kann. Transparente Daten, bessere Prognosen, engere Zusammenarbeit und kleinere, regelmäßigere Bestellmengen können helfen, den Bullwhip-Effekt zu reduzieren.

Bei der verbrauchsgesteuerten Disposition werden Bestellungen oder Produktionsaufträge auf Basis tatsächlicher Verbräuche ausgelöst. Typische Verfahren sind Meldebestand, Bestellpunktverfahren oder Kanban. Diese Methode eignet sich besonders für Artikel mit regelmäßigem Verbrauch.

Bei der plangesteuerten Disposition wird der Bedarf aus Absatzplanung, Produktionsprogramm oder Aufträgen von Kunden abgeleitet. Sie eignet sich besonders für Produkte mit komplexen Stücklisten, längeren Vorlaufzeiten oder projektbezogener Fertigung. In der Praxis werden beide Ansätze häufig kombiniert.

Bestände lassen sich optimieren, indem Artikel systematisch klassifiziert, Bedarfsschwankungen analysiert und Dispositionsparameter regelmäßig überprüft werden. ABC- und XYZ-Analysen, Sicherheitsbestände, Mindestbestände, Wiederbeschaffungszeiten und Performance von Lieferanten spielen dabei eine zentrale Rolle.

Das Ziel ist nicht, Bestände pauschal zu minimieren, sondern sie intelligent zu steuern. Zu niedrige Bestände gefährden Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit. Zu hohe Bestände binden Kapital, benötigen Lagerfläche und erhöhen Kosten. Gute Bestandsoptimierung findet die Balance zwischen Verfügbarkeit, Risiko und Wirtschaftlichkeit.

Spezialthema Künstliche Intelligenz in Produktion und Instandhaltung

Künstliche Intelligenz wird in der Produktion eingesetzt, um Daten aus Maschinen, Anlagen, Sensoren, Produktionsplanung, Qualitätssicherung und Logistik besser auszuwerten. KI kann Muster erkennen, Abweichungen frühzeitig sichtbar machen, Prognosen erstellen und Entscheidungen unterstützen.

Typische Einsatzfelder sind Qualitätsprüfung, Prozessüberwachung, Produktionsplanung, Feinplanung, Energieoptimierung, vorausschauende Wartung, Fehleranalyse, Bilderkennung und Assistenzsysteme. Der Nutzen entsteht vor allem dort, wo viele Daten vorhanden sind und Entscheidungen schneller oder präziser getroffen werden sollen.

In der Instandhaltung wird KI vor allem für Predictive Maintenance eingesetzt. Dabei werden Maschinen- und Sensordaten analysiert, um Hinweise auf Verschleiß, Störungen oder Ausfälle frühzeitig zu erkennen. Unternehmen können Wartungen dadurch besser planen und ungeplante Stillstände reduzieren.

KI kann außerdem helfen, Fehlerursachen schneller zu finden, Wartungsintervalle zu optimieren, Ersatzteilbedarfe vorherzusagen und technische Dokumentationen effizienter zu nutzen. Wichtig ist eine gute Datenbasis, denn KI-Modelle liefern nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn Datenqualität und Prozessverständnis stimmen.

 

KI kann Produktionsplanung und Feinplanung verbessern, indem sie große Datenmengen analysiert und komplexe Abhängigkeiten berücksichtigt. Dazu zählen Auftragslage, Materialverfügbarkeit, Maschinenkapazitäten, Personalressourcen, Liefertermine, Rüstzeiten, Engpässe und Störungen.

KI-gestützte Planung kann Szenarien vergleichen, Prognosen verbessern, Planungsalternativen vorschlagen und kurzfristige Anpassungen unterstützen. Dadurch können Unternehmen schneller auf Änderungen reagieren, Kapazitäten besser nutzen und Termintreue erhöhen.

Unternehmen können generative KI zunächst für unterstützende Aufgaben einsetzen, etwa zur Auswertung von Berichten, Erstellung von Arbeitsanweisungen, Zusammenfassung von Schichtprotokollen, Unterstützung bei Fehleranalysen oder Aufbereitung von Kennzahlen. Prompt Engineering hilft dabei, KI-Systeme gezielt und nachvollziehbar zu nutzen, indem Aufgaben klar formuliert und relevante Kontextinformationen bereitgestellt werden.

KI-Agenten können künftig stärker in operative Prozesse eingebunden werden, etwa zur Überwachung von Lieferterminen, Prüfung von Beständen, Vorbereitung von Planungsentscheidungen oder Unterstützung im Störungsmanagement. Wichtig ist dabei ein kontrollierter Einsatz: klare Rollen, Datenqualität, Datenschutz, menschliche Freigaben und transparente Verantwortlichkeiten sind entscheidend, damit KI in Produktion und Logistik zuverlässig und sicher genutzt werden kann, also auch hier gilt: The Human in the Loop.