Ideenmanagement Awards 2015

ÖPWZ-Forum KVP & Innovation verleiht Ideenmanagement-Awards 2015

Awards für die Umdasch Group, Georg Fischer GmbH & Co KG, Borealis Agrolinz Melamine GmbH, Siemens AG Österreich - Transformers Weiz

Am 17. Juni 2015 wurden im Rahmen der Tagung Ideenmanagement & Innovation des ÖPWZ-Forum KVP & Innovation in Salzburg die Ideenmanagement-Preise 2015 verliehen.

Die internationale Experten-Jury orientiert sich in der Bewertung der Einreichungen am Modell der European Foundation for Quality Management. "Entscheidend sind Strategie, Ziele, Prozesse, Organisation, Qualität, Kennzahlen sowie der Stellenwert des Ideenmanagements in der Arbeit der Führungskräfte", so ÖPWZ-Geschäftsführerin Barbara Halapier.

Die Gewinner der diesjährigen Ideenmanagement-Awards

Die Preisträger:

Bestes Ideenmanagement 2015:
Umdasch Group, Amstetten

Die Jury überzeugte die Erfolgsgeschichte des Ideenmanagements, das 1992 von der Eigentümerin, Hilde Umdasch, initiiert wurde. "Die Einbindung in die Unternehmensstrategie und die stimmige Verankerung in der Unternehmensleitung kennzeichnen die Qualität des Ideenmanagements der Umdasch Group", stellt Jury-Mitglied Erich Hartlieb, Fachhochschule Kärnten, Studiengangsleitung Wirtschaftsingenieurwesen, Programmleiter/in und Stv. Vorstandsvorsitzender des Forums KVP & Innovation, fest. Das Ideenmanagement ist eng mit dem Innovationsmanagement vernetzt, Motivation und Anerkennung im Unternehmen sind großgeschrieben. In den 23 Jahren wurden 80.000 Ideen gesammelt und ein Erstjahresnutzen von 17 Mio. Euro erzielt. 2014 konnte eine Mitarbeiter-Beteiligung von 55 Prozent und eine Ideenumsetzungsquote von 43 Prozent erreicht werden.


Beste Mitarbeiter-Idee Dienstleistung & Verwaltung:
Georg Fischer GmbH & Co KG, Altenmarkt

Reinhard Ahrer initiierte in seinem Unternehmen ein effizienteres Fuhrparkmanagement. Ihm fiel auf, dass sich die einzelnen Firmenmitarbeiter hinsichtlich ihrer Dienstwege nicht aufeinander abstimmten. So kam es häufig vor, dass dieselben Reiseziele mit Fahrzeugen aus dem Firmenpool mehrmals pro Tag unabhängig voneinander angesteuert wurden. Als Ursache für die mangelnde Absprache wurde die Tatsache ausgemacht, dass die Poolautoreservierungen nicht öffentlich waren. Die Idee war nun, im Intranet eine Übersicht über die aktuellen Reservierungen zur Verfügung zu stellen, damit potenzielle Reisende sehen können, ob ihr Zielort auch von anderen Kollegen angepeilt wird. "Die Umsetzung der Idee führt nicht nur zu einer besseren Auslastung der Poolfahrzeuge mit einer erheblichen Kostenreduzierung, sondern schont vor allem auch die Umwelt in vielfacher Hinsicht. Die Jury hat gerade dieser Aspekt überzeugt", so Jurorin Christiane Kersting, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Ideen- und Innovationsmanagement und Mitglied des Vorstandes des Zentrums Ideenmanagement, Frankfurt.


Beste Mitarbeiter-Idee Produktion & Technik:
Borealis Agrolinz Melamine GmbH, Linz

Erroll Richtsfeld reduzierte mit seiner Idee das Umweltgefährdungspotenzial in den Kanalsystemen des Chemiepark Linz. Am Gelände des Chemiepark gibt es drei Kanalsysteme, die entweder in die Donau, in den Biokanal (Standortkläranlage) oder in den Kanal der Stadt Linz führen. Diese Systeme waren in der Natur nicht immer eindeutig zuordenbar, sodass es zu Fehleinleitungen und damit zu einer Gefährdung der Umwelt kommen konnte.

Eine Verwechslung mit Elektroschächten war ebenfalls gegeben, da diese zum Großteil denselben Schachtdeckel aufweisen. Durch Fehleinleitungen von Wasser in Elektroschächte ist ein Potential für Personengefährdung, Anlagenausfälle und Schäden an der Bausubstanz gegeben. Die schlechte Zuordenbarkeit führte zudem zu Problemen bei Übungen und Einsätzen der Betriebsfeuerwehr. Richtsfeld hatte die Idee, die Schächte mit Farben zu markieren - mit Blau (Regenwasser), Rot (Biokanal), Grün (Stadtkanal) und Gelb (Elektroschächte). Damit wurde das Umweltgefährdungspotenzial massiv reduziert und bei den Einsätzen der Betriebsfeuerwehr können nun eindeutige Entscheidungen getroffen werden. Weiters wurde dadurch ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Personensicherheit und Anlagenverfügbarkeit geleistet. Laudator Erich Hartlieb: "Die Idee hat die Jury dadurch überzeugt, dass ein wesentliches Umweltproblem durch einen cleveren Lösungsansatz kostengünstig umgesetzt werden kann."


Beste Führungskraft:
Stefan Pieper, Geschäftsleiter Siemens AG Österreich - Transformers Weiz

"Warum lobt das ÖPWZ einen Preis für die beste Führungskraft aus? Ganz einfach: Weil Ideenmanagement eine nicht delegierbare Führungstätigkeit ist", so Jurorin Christiane Kersting. Die Jury hat sich in diesem Jahr für Stefan Pieper entschieden, der in vorbildlicher Weise das Ideenmanagement in den betrieblichen Alltag integriert. Er ermöglicht seinen Mitarbeitern Freiräume für Kreativität und Ideen, was die überproportional hohe Beteiligung ganz eindeutig belegt. Die Mitarbeiter spüren, dass ihre Themen, ihre Ideen und Lösungen für Probleme bei ihm nicht nur erwünscht, sondern gut aufgehoben sind. "Er wäre keine gute Führungskraft, behielte er Ergebnisse nicht im Auge. Dazu hat er ein transparentes Kennzahlen-System etabliert, das jeden aktuell über den Stand der Dinge informiert", berichtet Kersting. Nicht nur an seinem Standort ist er sehr erfolgreich, sondern auch im Siemens-Ranking weltweit zum Thema Ideenmanagement nimmt das Werk immer die ersten Plätze ein. Der Standort gilt auch als Benchmark innerhalb des Siemens-Konzern.


Irene Schulte, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Salzburg, Barbara Halapier, Geschäftsführerin des ÖPWZ, die Juroren Christiane Kersting und Erich Hartlieb gratulierten den Preisträgern herzlich und übergaben Pokale, Urkunden und ÖPWZ-Bildungsschecks im Wert von insgesamt EUR 3.300,-.

 

Zu den Vorträgen

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Barbara Halapier

Generalsekretär Forum KVP & Innovation

barbara.halapier@opwz.com

+43 1 533 86 36-58

Ihre Ansprechpartnerin

Žaklina Sabadi, BA

Assistenz

zaklina.sabadi@opwz.com

+43 1 533 86 36-16

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